Mittwoch, 10. Juni 2009

Skardu, Pakistan, 9 June 2009

Die letzte Mail vor Aufbruch zu hoeheren Sphaeren. Die Verbindung ist instabil uns very slow...

Wir erreichten via Karakorum Highway Skardu. Am ersten Tag 17 Stunden Fahrt, am zweiten 10 Stunden. Geschlafen haben wir im Hotel sehr gut und sehr kurz: einmal 4 und einmal drei Stunden; den Rest holten wir im Bus... Die Landschaft ist atemberaubend, gross, unvorstellbar steil, endloser Himmel ueber endlosen Schluchten, die zu queren durch das Rauschen des Indus so gut wie immer unmoeglich ist. 1000 Meter vom Fluss zur ersten Oberkante im Hang sind die Normalitaet, wer nicht schwindelfrei ist, ist hier fehl am Platz. Der Fahrer fuhr sicher und schnell, das Fahrzeug unter seinem Sitz war ein moderner Toyota-Bus mit starkem Motor und zuverlaessigen Bremsen - das ist wichtig, da sehr dicht, sprich direkt mit dem Pneu am Abgrund gefahren wird.



Die Maenner hier sind sehr hilfsbereit und freundlich, zuvorkommend sowie friedlich. Alles klappt besser als nach Plan. Kein Verzoegerung, keine Diskussionen, keine sinnlose Zeit vertan, aber viel Lachen, viel Humor, viel freundlicher Umgang miteinander, sowohl in unserer Gruppe als auch mit den Pakistanischen Maennern. Frauen haben wir auf der Reise noch keine gesehen, gibt es, im Wortsinne, offensichtlich nicht.

Am Freitag fahren wir den ganzen Tag die 95 km nach Askole, von wo aus wir loslaufen. Wir haben 10 Jeeps fuer das Gepaeck und zwei fuer uns selber. Etwa 90 Personen werden uns unterstuetzen beim Tragen, Kochen, Managen der vielen, die Tragen, und der zwei, die Kochen ...



PS:
Islamabad ist mit Strassensperren an jeder Ecke durch Polizei abgeriegelt. Das Bombenattentat neben unserem Hotel kostete drei Menschen das Leben. Auf dem Highway bekamen wir zu unserer Sicherheit beim Einbruch der Dunkelheit Polizeischutz (eine Person mit Maschinengewehr, Pistole, Funkgeraet). Der Fahrstil der Pakistani ist rasant aber in jedem Fall ruecksichtsvoll. Unfaelle gibt es selten. Wer das groessere Fahrzeug und/oder dreister faehrt, bekommt den Vortritt. Es wird nicht geflucht oder geschimpft, es ist kein aggressives Verhalten im Strassenverkehr sichtbar. Eine ausgepraegte Signalsprache mit dem Autohorn dient im Verkehr zur Verstaendigung untereinander. Ein normaler Pickup (Suzuki Carry) transportiert bis zu 30 (!) Personen.
Ein Kellner in Islamabad verdient pro Monat etwa 80 Dollar, der Bruder des Touroperators pro Monat etwa 600 Dollar mit seiner Trekkingfirma. Die Menschen hier im Gebirge sind arm, haben aber zu Essen. Diese Gebirgsregion zu verwalten ist nur schwer bis unmoeglich.

Sobald wir Askole erreichen, versuchen wir die naechste Nachricht zu posten.

Herzliche Gruesse aus dem Karakoram!

Leo Cantaluppi
Executive Assistant IBPE 2009

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Super Berichterstattung, bin weiterhin bei euch.

Viele Grüße dein Schwesterherz Ingrid

Anonym hat gesagt…

Hallo Frank,

sieht ja sehr Sonnig & Sportlich aus!! Gefällt mir sehr, sollten uns mal nen 2000 m vornehmen, diesmal geb ich nicht auf! Viel Spaß, bin auf weitere Bilder gespannt!!

Grüße aus Köln
Markus

Anonym hat gesagt…

Hallo Eelco, wir grüssen Dich ganz herzlich und passen auf Deine Familie schon auf! Häb di Sorg!
josianne & Hampi

Anonym hat gesagt…

Hallo,
ich hoffe euch geht es gut,...?
seid ihr gesund?
Habe seit 1 Woche nichts gehört.......?
Ich denke an euch!!


Viele Grüße aus
Stuttgart